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John G. Lake

18. März 1870 – 16. September 1935

John G. Lake war einer der bedeutendsten Glaubensmänner des frühen 20. Jahrhunderts – Prediger, Missionar, Heilungsevangelist und Mitbegründer der Apostolic Faith Mission of South Africa. In einer Zeitspanne von zehn Jahren wurden über 250.000 bestätigte Heilungen dokumentiert. 1918 galt Spokane, Washington, als die gesündeste Stadt der USA – ein direktes Ergebnis seines Dienstes. Lakes zentrale Vision war es, andere darin auszubilden, in der Kraft Gottes zu wandeln.

Frühe Jahre

John G. Lake wurde am 18. März 1870 in Ontario, Kanada, geboren. 1886 zog er mit seiner Familie in die USA und wurde noch im selben Jahr in einer Heilsarmee-Versammlung wiedergeboren. Mit 21 Jahren war er verheiratet und wurde in der Methodistenkirche ordiniert. Seine frühen Kindheitserinnerungen waren von Krankheit und Tod geprägt: Acht seiner sechzehn Geschwister starben an verschiedenen Krankheiten. Als auch seine junge Frau schwer erkrankte und dem Tod nahe war, begann Lake, sich ernsthaft mit dem Thema göttliche Heilung auseinanderzusetzen.

Seine Frau wurde durch das Gebet eines Mannes namens John Alexander Dowie geheilt – aus der Ferne. Dieses Erlebnis veränderte alles. 1901 zog Lake mit seiner Familie nach Zion, Illinois – mit einem klaren Ziel: „Um göttliche Heilung zu studieren, damit ich sie lernen und lehren kann.“

Mission in Südafrika (1908–1913)

1908 brach Lake mit einer kleinen Gruppe von Glaubensmissionaren nach Südafrika auf. Unmittelbar nach ihrer Ankunft entfachten sie eine Erweckung unter dem Volk – und Unruhe unter den Religiösen. In den folgenden fünf Jahren gründete Lakes Organisation, die „Apostolic Faith Mission of South Africa“, über 700 Gemeinden. Wunder und Heilungen, wie sie seit fast 2.000 Jahren nicht mehr gesehen worden waren, wurden beinahe zur Alltäglichkeit.

Mitten in dieser gewaltigen Arbeit ereilte Lake der schwerste persönliche Schlag seines Lebens: Während er auf einer Missionsreise ins Landesinnere war, starb seine Frau Jennie plötzlich. Als er zurückkehrte, hatte er ihre Beerdigung um zwölf Stunden verpasst. Er nannte diesen Moment „Satans Meisterstück“. Dennoch blieb er noch vier weitere Jahre in Afrika – Er hatte sieben Kinder zu versorgen und eine Organisation von fast 250.000 Menschen, die auf seine Leitung angewiesen waren.

Rückkehr in die USA und Heilungsräume in Spokane

Am 1. Februar 1913 kehrte Lake körperlich erschöpft in die USA zurück. Im September desselben Jahres heiratete er Florence Switzer – eine Frau, die sich als ebenso großer Segen für die Welt erweisen sollte wie für ihn persönlich. Als frühere Stenografin saß sie bei jedem Gottesdienst in der ersten Reihe, schrieb jedes Wort in Kurzschrift mit und übertrug es später auf Papier. Ohne sie besäßen wir heute kaum einen Bruchteil von Lakes Lehrmaterial.

Im September 1914 siedelte Lake nach Spokane, Washington, um. Nach sechs Monaten in einer bestehenden Gemeinde eröffnete er sein eigenes Werk: die „Lake’s Divine Healing Rooms“. Von Februar 1915 bis Mai 1920 dokumentierten Lake und sein Team aus ausgebildeten Divine Healing Technicians (DHT) über 100.000 Heilungen. 1918 wurde Spokane offiziell zur gesündesten Stadt der USA erklärt.

Weitere Jahre des Dienstes

Als Lake Spokane 1920 verließ, schloss er die Heilungsräume – das Gebäude brannte später ab und wurde durch einen völlig anderen Neubau ersetzt, den Lake nie betreten hat. Er zog mit seiner inzwischen großen Familie nach Portland, Oregon, wo er das Werk von Spokane erfolgreich wiederholte – erneut über 100.000 Heilungen. Nach fünf Jahren in Portland bereiste Lake die Westküste der USA, gründete Gemeinden und Heilungsräume in Sacramento, San Diego und Houston.

1931 kehrte Lake nach Spokane zurück, kaufte eine alte Methodistenkirche und begann sein letztes Werk. Am 16. September 1935 starb er dort – als ein Mann, der mehr Menschen geheilt hatte als die örtlichen Ärzte, weshalb seine Gemeinde ihm den Ehrentitel „Dr. Lake“ verlieh.

Erbe und Nachfolge

Lakes Tochter Gertrude und ihr Mann Wilford Reidt führten den Dienst nach seinem Tod weiter – bis zu Gertrudes Heimgang 1986 und Wilfords Tod im Juni 1987. Kurz vor seinem Tod ernannte Wilford Reidt Curry R. Blake zum Leitenden Aufseher von John G. Lake Ministries.

Eine bemerkenswerte Randnotiz der Geschichte: Lake war gut befreundet mit Sir Arthur Conan Doyle, Erich Weiss (alias Harry Houdini) und W.T. Stead, einem britischen Journalisten und engen Freund von William Booth. Stead hatte Lake eingeladen, ihn auf der Jungfernfahrt der Titanic zu begleiten. Lake lehnte ab. Stead überlebte die Reise nicht.

Anmerkung: Die Healing Rooms in Spokane stehen in keiner Verbindung zu John G. Lake Ministries und verwenden kein DHT-Schulungsmaterial von Dr. Lake. Für eine ausführlichere Darstellung von Dr. Lakes Leben und Dienst empfehlen wir Curry Blakes Buch: „John G. Lake – The Apostle of Divine Healing“.